HERKUNFT DER FAMILIE PÜNTENER
Das Urner (Zentralschweiz) Geschlecht PÜNTENER (Büntener,
Püntiner, Büntiner) kann unter diesem Namen seit Beginn des 15.
Jahrhunderts nachgewiesen werden. Für den Stammesersten wurde oft die
Bezeichnung "Püntener von Uri", später "Püntener von Bündt" und
"Püntener von Brunberg" benutzt.
Jahrzeitbuch des Klosters Seedorf:"Berndt von Vry und Brunberg hietz
genant Büntener lüt eines keserlichen Briefs a° 1334"
Das Geschlecht der Edlen von Brunberg war im Toggenburg, im Gemeindebann
von Kirchberg beheimatet. 1228 Heinrich von Brunberg, 1290 Walter und
Hans von Brunberg, Besitzer eines Hofes zu Rickenbach, Lehen der Abtei
St. Gallen.
Nach allgemeiner Ansicht geht der Name PÜNTENER auf die
Liegenschaftsbezeichnung BÜNT zurück. Als Bünt bezeichnet man im
alleemanischen Sprachraum ein abgeschlossenes Grundstück das der
privaten Nutzung vorbehalten ist.
In Uri soll ein Schloss "Pünt am Brunberg" in Seelisberg existiert
haben. Brunberg ist dort jedoch unbekannt, dagegen gibt es noch heute
die Liegenschaftsbezeichnung Bünt. Sie wurde als "Pünt zu Seelisberg" im
Jahrzeitbuch der Pfarrkirche Seedorf von 1470 mehrmals erwähnt. In
unmittelbarer Nähe soll ein Turm gestanden haben.
Stammvater soll Arnold in der Bünt (und von Brunberg?) sein, der
angeblich 1288 von Papst Niklaus IV zum Ritter geschlagen wurde.
Stammmutter ist Richenzia von Attinghausen.
Siehe Ur-Stamm
Alle diese Beschreibungen der Herkunft müssen jedoch mit Vorsicht zur
Kenntnis genommen werden. Gesicherte Daten sind für den Stamm Konrad
(erloschen 1799) und der heutige Stamm Jost (verheiratet mit Margaretha
Holdermayer zu Luzern) gesichert. Er war 1481/91 Landesseckelmeister in
Uri, 1487/98 Tagsatzabgeordneter, 1493/94 Landvogt zu Baden und 1499
Hauptmann im Schwabenkrieg. Johann hatte keine Nachkommen.
Noch heute treffen sich die Püntener zur Familienversammlung alle zwei
Jahre im Kanton Uri. In die Zuständigkeit der Familienversammlung fallen
die Püntener-Stiftung mit Rechnungsabnahme, Wahl des Vorstandes, der
Rechnungsrevisoren und des Pfrundkaplans auf zwei Jahre.
Mehr ist im Buch "DIE PÜNTENER, Chronik eines Urner Geschlechtes" von
August Püntener 1990 (Herausgeber Püntener Stiftung) nachzulesen.
Püntener (von Brunberg)

Die heutigen Namensträger stammen von Jost (#36) ab. Die andern Stämme
sind erloschen
(siehe Stammbaum)
Urner Magistratenfam., die wahrscheinlich bereits im 14. Jh. in Altdorf
wohnte. Die P. stellten vom 15. bis ins 18. Jh. ca. zwölf Landammänner
sowie 13 Landvögte der eidg. Orte und drei Vögte der Abtei von St.
Gallen. Zahlreiche P. begannen ihre Karriere als Offiziere in fremden
Diensten; einige zählten als Inhaber von Regimentern und Kompanien zu
den Militärunternehmern; sie waren auch unter den Gardehauptmannschaften
von Bologna und Turin gut vertreten. Früh bezeugt sind Heinrich
(Landesfähnrich,
1422
in der Schlacht von Arbedo), und Johann (1417-37 Tagsatzungsgesandter).
Dessen Nachkommen teilten sich in die Linien des Konrad (im 15. Jh.
Ritter) und des Jost (1493-94 Landvogt von Baden). Letztere verfügte
u.a. über Grundbesitz im Schächental; dort gehörte ihren Vertretern auch
die Liegenschaft Getschwiler zu Spiringen, wo sie 1568 eine Kapelle
bauten. Bekannt ist Landammann Jost. In den Diensten des Fürstabtes von
St. Gallen standen Josef Anton , sein Sohn Fidel Anton (1743-54
Hofmarschall ) und sein Enkel Fidel Stanislaus (1763-68 Obervogt von
Blatten im Rheintal). Die Jost-Linie besitzt noch heute die
P.-Messestiftung und die Missionsstiftung. Als früher Grundbesitz der
Konrad-Linie sind Grossutzingen und die Liegenschaft Winterberg mit Turm
in Altdorf von Bedeutung. Bekannte Vertreter sind Josef Anton und
sein Vater Karl Anton ( ). Dieser nannte sich vermutlich als erster
P.-von Brunberg. Er übertrug den Namenszusatz auf seine Nachkommen. Die
Linie starb mit Karl Josef (1742-1816), Chorherr zu Bischofszell, aus.
Auch einige P. der Jost-Linie, besonders die Nachfahren von Ulrich
(1597-1666), verwendeten das Adelsprädikat. Die P. wiesen Priester und
viele Klosterfrauen auf. Martha (
1656) und Maria Cäcilia waren Äbtissinnen des Klosters Seedorf. Engere
Heiratsbeziehungen bestanden vom 16. bis ins 18. Jh. mit den
Geschlechtern von Roll, Crivelli, Schmid, Bessler, Lusser und Wolleb.
Die heute lebenden ca. 400 Angehörigen des Geschlechts stammen von
Gedeon ab, der sich um 1625 in Erstfeld niederliess.

|
Kaufpreis SFR 95.00 |
Bestellung an:
Alois Püntener
Stämpfig 28
CH-6468 Attinghausen
weitere Artikel:
|
Stammbaum des Püntener Geschlechtes, farbig 60x90 cm |
sFr 150.00 |
|
Püntener Wappen farbig, 11x14.5 cm
|
sFr 18.00 |
|
Püntener Wappen farbig, 23x30 cm |
sFr 30.00 |
Alle Preise in Schweizer Franken, Lieferkosten werden zusätzlich
berechnet.
